Tag des Wassers

Lebensmittel Wasser
Wasser hat von den Schöpfungs- berichten über die Tauferzählungen bis hin zu den Gleichnisworten Jesu eine überragende Bedeutung in der jüdisch-christlichen Überlieferung. „Paradiesisches“ Wasser geht vom Garten Eden aus und speist von dort alle Rinnsale, Bäche, Flüsse und Ströme der Welt. Wasser ist – biblisch verstanden – eine Gabe Gottes und Wohltat an seiner Schöpfung. Unendlich kostbar als Lebensquell und Lebensgrundlage.
Eng sind auch unsere sprachlichen Verbindungen mit dem Wasser:
Da bekommt einer, der zuvor in seinen Problemen „unterging“, plötzlich „Oberwasser“
Wir reden vom „Strom der Zeit“. Da sitzt jemand an der „Quelle“ und kann aus dem Vollen „schöpfen“. Da ist jemand ein „stilles Wasser“, das bekanntlich tief ist.
Diese, unserer modernen Erfahrungswelt entzogenen Sprachbilder, zeigen noch eine tiefe kulturelle Beziehung zum Wasser. Sie dokumentieren aber auch die – von uns oft verdrängte – Abhängigkeit und Bedrohung vom Wasser.
Wasser war aufgrund seiner elementaren Bedeutung praktisch nie ein Wirtschafts- sondern fast immer ein Gemeinschaftsgut. So stellten Brunnengemeinschaften die Gewinnung sauberen Wassers sicher. Später übernahmen vielfach die Kommunen diese Aufgabe als Bestandteil ihrer Daseinvorsorge.
Im Zeichen der ökonomischen Globalisierung wird in Deutschland wie weltweit, die Kommerzialisierung der Trinkwasserversorgung vorangetrieben. Gleichzeitig haben 1,5 Milliarden Menschen keinen Zugang zu gesundem Trinkwasser ....
Wie gehen wir um mit dem Stoff, der für unser Leben essentiell ist und der durch keinen anderen zu ersetzen ist?


