Internationaler Hurentag

32 Jahre internationaler Hurentag!
Am 02.06.1975 besetzten 150 Prostituierte die Kirche Saint-Nizier in Lyon/Frankreich und traten in den Generalstreik.
Im Februar 1975 demonstrierten Prostituierte vor dem Polizeipräsidium in Marseille gegen Schikanen der Polizei, harte Reglementierungen und für den Zugang zur Sozialversicherung. Sie machten damit auf unerträgliche Bedingungen in der Prostitution aufmerksam, denn seit 1972 waren Kontrollen und Strafmaßnahmen des Staates gegen die Huren immer schärfer geworden.
Als der Protest nichts bewirkte, besetzten 150 Prostituierte in der Nacht vom 1. auf den 2. Juni in Lyon die Kirche Saint-Nezier, um ihre Forderungen - Freiheit in ihrer Berufsausübung - durchzusetzen.
Das war der Beginn eines Generalstreiks der sich in wenigen Tagen über ganz Frankreich ausbreitete und schließlich mit Polizeigewalt zerschlagen wurde.
Das erste Mal hatten Huren durch einen Arbeitskampf weltweit und solidarisch Aufsehen erregt. In vielen anderen Ländern kam es zu Sympathieerklärungen auch außerhalb des Prostitutionsmilieus.
Der 2. Juni wurde zum "Internationalen Hurentag" erklärt.
Die Dortmunder Mitternachtsmission unterstützt zur Zeit ca. 1.800 Frauen in der Prostitution in sozialen, arbeits- und ordnungsrechtlichen Fragen und bei psychischen und physischen Problemen.
Anlässlich des Internationalen Hurentages möchten wir auf einige Entwicklungen in der Prostitution in Deutschland hinweisen:
Wie steht es in der Bundesrepublik um die freie Berufsausübung für Prostituierte?