300 Jahre von Cansteinsche Bibelanstalt

„Preiswerte Bibeln für alle!“
Was für ein Anspruch bereits Anfang des 18. Jahrhunderts! Dieses Ziel des Carl Hildebrand Freiherr von Canstein wurzelt im Bibellesen des Kolosserbriefes: „Lasset das Wort Christi unter euch reichlich wohnen in aller Weisheit.“ (Kol.3,16). Das war für ihn eine Aufforderung, eine Herausforderung.
Wie aber kann das Wort reichlich wohnen, wenn es viele nicht kennen?
Ein Privileg der reicheren Menschen, wie z. B. des Freiherrn von Canstein, war es, ein Buch, eine Bibel zu haben. Bildungshungrige und fromme Bürger konnten sich keine Bibel leisten. Wie viel weniger dann erst ganz normale, einfache Menschen?
Die Mehrheit damals war von dem Wort Christi abgeschnitten, das doch reichlich in aller Weisheit wohnen sollte. Für von Canstein war es ein persönlicher Auftrag: „Preiswerte Bibeln für alle!“
Sein Ziel war klar; er suchte nach Wegen und Möglichkeiten. Dass er es schaffen würde, davon war er überzeugt.
Wie? Die technische Neuerung im Bereich des Buchdrucks erleichterte den Druck ganzer Schriften. Es galt, die enorme Kostenfrage zu lösen.
Wer war dieser Freiherr von Canstein? Was veranlasste ihn, dieses ehrgeizige Ziel zu verfolgen?