2010 ist Melanchthonjahr

19.04.2010

Bildungsgerechtigkeit und die Demokratisierung der Bildung; die Quellenkenntnis und das Kanonwissen der Generation Wikipedia, interdisziplinäres Denken wie auch die europäische Vernetzung gehören in diesem Themenjahr „Reformation und Bildung“ auf die thematische Speisekarte der Lutherdekade.

Am 19. April jährt sich zum 450. Mal der Todestag des großen Reformators und „kleinen Griechen“, wie Martin Luther seinen gelehrten Kollegen freundschaftlich nannte. „Praeceptor Germaniae“, Lehrer Deutschlands, aber auch „Wunderkind der Reformation“ betitelten Philipp Melanchthon schon Zeitgenossen.
Damit sind zwei Eckpunkte dieses kleinen Mannes und großen Geistes markiert. Spätestens seit seiner Antrittsvorlesung ist der humanistische Gelehrte aus den inhaltlichen Debatten des 16. Jahrhunderts und der Reformation nicht mehr wegzudenken.
Mit Philipp Melanchthon ehren wir daher auch einen großen theologischen Denker, der die erste Dogmatik (Loci communes) und maßgeblich das Augsburger Bekenntnis (Confessio Augustana) verfasste. Melanchthon gilt als Brückenbauer. Wo Luther das kräftige Wort und die heftige Auseinandersetzung nicht scheute, suchte Melanchthon Wege der Verständigung.

Lautet die reformatorische Herausforderung unserer Zeit: individuelle Förderung  und solidarisches Lernen in einer Gemeinschaft aus unterschiedlichen Begabungen und Bildungsherausforderungen? Mündige Christen treten für die Bildung mündiger Bürger ein. Bildungschancen können deshalb nicht nach der sozialen Herkunft verteilt werden; überkommene Strukturen dürfen den freien Zugang zur „besten Bildung für alle“ nicht behindern.

Doch wie schlägt sich das in der Wirklichkeit nieder? Worin liegen die Impulse für die heutige (protestantische) Bildungsdebatte?

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