Volkstrauertrag

Im Juli 1925 - der "Volkstrauertag" war vor gerade drei Jahren eingeführt - erscheint in der Bochumer Presse die balkengroße Zeile "Heldenehrung".
Es gehöre zu "unseren heiligsten Pflichten", schreibt das Presbyterium der Christuskirche, ein "dauerndes Gedächtnis" zu stiften denen, die "ihr Blut für uns vergossen haben".
Gemeint waren 1.358 Gemeindeglieder, die im Ersten Weltkrieg niedergemäht wurden. Ihrem "teuren Blut", heißt es, sei "unsere und unseres Volkes Rettung zu verdanken".
So wurde der reihenweise Tod, sinnleer wie nie zuvor, zum erlösenden Opfer verbogen.
Eine nur teils traurige Geschichte darüber, wie Volkstrauer ins "Heldengedenken" abkippen kann und was dagegen zu tun ist.
Den ganzen Beitrag lesen Sie ab dem 14.11.2010!